Ratgeber
Tankbuch führen und Spritverbrauch richtig berechnen
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Kurz gesagt: Den Spritverbrauch berechnest du so: getankte Liter geteilt durch gefahrene Kilometer, mal 100. 42 Liter auf 580 Kilometer ergeben 7,24 l/100 km. Genau wird das nur zwischen zwei Volltankungen: Du zählst die Liter der zweiten Volltankung und aller Teiltankungen dazwischen und teilst durch die Strecke seit der ersten. Ein Tankbuch hält diese Werte fest, damit du nicht jedes Mal neu rechnest.
Spritverbrauch berechnen: die Formel
Verbrauch in l/100 km = getankte Liter ÷ gefahrene Kilometer × 100
Ein Beispiel: Du tankst voll, fährst 580 Kilometer und tankst wieder voll. Die Zapfsäule zeigt 42 Liter. Dann rechnest du 42 ÷ 580 × 100 = 7,24 l/100 km. Die 42 Liter sind genau die Menge, die der Motor auf diesen 580 Kilometern verbraucht hat. Der Tank war am Anfang und am Ende der Strecke gleich voll.
Mit dem Literpreis kommst du auf die Spritkosten:
Spritkosten je 100 km = Verbrauch in l/100 km × Preis je Liter
Bei angenommenen 1,75 € je Liter kostet die Füllung aus dem Beispiel 73,50 €. Das sind 12,67 € je 100 Kilometer oder knapp 12,7 Cent je Kilometer. Versicherung, Steuer, Reifen und Werkstatt stecken darin nicht. Es sind nur die Spritkosten.
Verbrauchsrechner
Trag die Werte einer Strecke zwischen zwei Volltankungen ein. Der Rechner läuft nur in deinem Browser. Nichts wird gespeichert oder gesendet, ein Konto brauchst du nicht.
Die Volltank-Methode: So wird der Verbrauch genau
An der Tankanzeige kannst du nicht genau ablesen, wie viele Liter fehlen. Deshalb brauchst du zwei Zeitpunkte, an denen der Füllstand bekannt ist: zweimal voll. Was du dazwischen nachfüllst, hat der Motor verbraucht.
- Volltanken, bis die Zapfpistole zum ersten Mal abschaltet. Kilometerstand notieren.
- Normal fahren. Tankst du zwischendurch nur teilweise, notierst du auch diese Liter.
- Wieder volltanken bis zum ersten Abschalten. Liter und Kilometerstand notieren.
- Alle Liter nach der ersten Volltankung zusammenzählen, durch die Kilometer seit der ersten Volltankung teilen, mal 100.
Die Liter der ersten Volltankung zählen nicht mit. Sie ersetzen nur, was vor dem Startpunkt verbraucht wurde. Einen Wert hast du deshalb erst ab der zweiten Volltankung.
Mit Teiltankungen rechnen
Teiltankungen sind kein Problem, solange du sie notierst. Sie werden bis zur nächsten Volltankung gesammelt. Drei Tankstopps als Beispiel:
| Tankstopp | Kilometerstand | Getankt | Art | Was zählt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 48.200 km | 40 l | voll | Startpunkt, die 40 l zählen nicht |
| 2 | 48.520 km | 20 l | teilweise | 20 l werden gesammelt |
| 3 | 48.980 km | 35 l | voll | schließt ab: 55 l auf 780 km |
Rechnung: (20 l + 35 l) ÷ (48.980 km − 48.200 km) × 100 = 55 ÷ 780 × 100 = 7,05 l/100 km.
Der häufigste Rechenfehler: nur die letzte Tankung durch die letzte Etappe teilen. Das ergäbe 35 ÷ 460 × 100 = 7,61 l/100 km. Das ist falsch, weil der Tank bei 48.520 km nicht voll war. Die 35 Liter ersetzen auch Sprit, der schon vor diesem Stopp verbraucht wurde.
Typische Fehler beim Verbrauch berechnen
- Teiltankung vergessen. Fehlen Liter in der Summe, sieht der Verbrauch zu niedrig aus. Jeder Tankstopp gehört ins Tankbuch, auch 10 Liter auf der Durchreise.
- Nicht gleich voll getankt. Einmal bis zum ersten Abschalten, einmal mit mehreren Stößen nachgefüllt: Dann ist der Tank am Anfang und am Ende unterschiedlich voll. Hör beim ersten Abschalten auf. Der ADAC rät ohnehin vom Nachfüllen ab, weil dir ein Schwall Benzin entgegenkommen kann.
- Kilometerstand falsch notiert. Ein Zahlendreher oder ein vergessener Tageskilometerzähler verfälscht die Strecke. Am sichersten notierst du den Gesamtkilometerstand direkt an der Zapfsäule.
- Bordcomputer statt Zapfsäule. Der ADAC hat 2020 die Verbrauchsanzeige von 80 Modellen mit eigenen Messungen verglichen. Nur etwa ein Viertel zeigte exakte Werte. Rechne mit den Litern vom Tankbeleg.
- Eine einzelne Füllung überbewerten. Kurzstrecke im Winter und Autobahn im Sommer ergeben verschiedene Werte. Aussagekräftig ist der Durchschnitt über mehrere Intervalle: alle Liter durch alle Kilometer, nicht der Mittelwert der Einzelwerte. Sonst zählt eine kurze Stadtfahrt so viel wie eine lange Urlaubsfahrt.
Was in ein Tankbuch gehört
Ob Heft im Handschuhfach, Tabelle oder App: Pro Tankstopp reichen fünf Angaben. Datum, Gesamtkilometerstand, getankte Liter, Betrag und ob du voll oder nur teilweise getankt hast. Ohne Kilometerstand und ohne die Angabe „voll oder teilweise“ lässt sich kein Verbrauch berechnen. Tankstelle und Kraftstoffsorte helfen, wenn du später deine eigenen Preise vergleichen willst.
So geht das im Tankbuch von TrackTool
TrackTool rechnet nach der Volltank-Methode oben. Du trägst ein, die App sammelt Teiltankungen und schließt jedes Intervall bei der nächsten Volltankung ab. In der App findest du das Tankbuch beim Fahrzeug unter „Tanken“.
- Eintragen: Datum, Kilometerstand, Menge, Gesamtbetrag, Preis je Liter, Kraftstoff und der Schalter „Vollgetankt“. Zur Wahl stehen Super E5, Super E10, Diesel, Autogas, Erdgas, AdBlue und Strom in kWh. Dazu kommen auf Wunsch Tankstelle, Notiz und ein Foto vom Beleg.
- Tankstelle antippen: Deine bisherigen Tankstellen stehen zur Auswahl. Tippst du auf den Standort-Knopf, sucht TrackTool zusätzlich im Umkreis von 2 km in OpenStreetMap. Preise liefert diese Suche nicht.
- Auswertung: Durchschnittsverbrauch über alle Intervalle, Verlauf von Verbrauch und Literpreis, Spritkosten je 100 km, Bestwerte wie die weiteste Strecke zwischen zwei Volltankungen und eine Übersicht deiner Tankstellen mit deinem Durchschnittspreis. Alles rechnet nur mit deinen eigenen Einträgen, für 3 Monate, 12 Monate oder den ganzen Zeitraum.
- Ab der zweiten Volltankung: Vorher zeigt das Tankbuch keinen Verbrauch. Tankvorgänge vor der ersten Volltankung zählen nicht mit. Liegt ein neuer Kilometerstand unter dem letzten, weist dich das Formular darauf hin.
- Kosten: Jeder Tankvorgang mit Betrag erscheint automatisch als Ausgabe in den Kosten des Fahrzeugs, Strom unter „Laden“. In der Chronik stehen Tankvorgänge nicht.
- Beleg scannen: Ein Foto vom Tankbeleg füllt Datum, Menge, Betrag, Preis je Liter, Tankstelle und Kraftstoff vor. Du prüfst und speicherst. Den Kilometerstand trägst du selbst ein, auf Tankbelegen steht er normalerweise nicht.

Das Eintragen von Hand ist in TrackTool Basis enthalten, für ein aktives Fahrzeug. Begrenzt sind der Beleg-Scan und der Desktop: in Basis 3 Scans einmalig, mit TrackTool Plus 30 im Monat. Am großen Bildschirm im Browser braucht es TrackTool Plus. Mehr Fahrzeuge gibt es ebenfalls mit Plus, die Details stehen bei den Preisen. Wartung und Reparaturen hältst du im digitalen Serviceheft fest, wann was fällig ist, steht unter Wartungsintervalle.
Was das Tankbuch in TrackTool nicht kann
- Keine aktuellen Spritpreise und keine Suche nach der günstigsten Tankstelle. Die Übersicht deiner Tankstellen rechnet nur mit dem, was du selbst bezahlt hast.
- Keine Gesamtkosten pro Kilometer. Das Tankbuch zeigt nur Spritkosten, und zwar über abgeschlossene Volltank-Intervalle. Versicherung, Steuer und Werkstatt siehst du getrennt in den Kosten.
- Kein Vergleich mit anderen Fahrern oder Modellen.
- Nur Kilometer, Liter und kWh, keine Meilen oder Gallonen.
- Bei Plug-in-Hybriden rechnet der Verbrauch nur mit der Energieart des neuesten Eintrags. Benzin und Strom weist TrackTool nicht getrennt aus.
- Keine Verbindung zum Auto: Kilometerstand und Liter kommen von dir, nicht aus dem Bordcomputer.
Häufige Fragen zum Spritverbrauch
Wie berechne ich den Verbrauch, wenn ich nicht immer volltanke?
Du zählst alle Liter nach der letzten Volltankung zusammen, die nächste Volltankung eingeschlossen, und teilst sie durch die Kilometer dazwischen, mal 100. Einen genauen Wert bekommst du nur zwischen zwei Volltankungen. So rechnet auch das Tankbuch in TrackTool.
Warum zeigt der Bordcomputer einen anderen Verbrauch an?
Er misst anders als die Zapfsäule und ist oft ungenau. In einer Auswertung des ADAC von 2020 lieferte nur etwa ein Viertel der Modelle exakte Werte. Die meisten Bordcomputer zeigten mehr an, als das Auto tatsächlich verbrauchte, einige weniger. Für ein belastbares Ergebnis rechnest du mit den Litern vom Tankbeleg.
Wie berechne ich den Verbrauch eines Elektroautos?
Mit derselben Formel in Kilowattstunden: geladene kWh geteilt durch gefahrene Kilometer, mal 100. Das stimmt nur zwischen zwei Ladungen auf denselben Ladestand, so wie beim Volltanken. Nimm die kWh von Ladesäule oder Wallbox. Die Anzeige im Auto erfasst laut ADAC die Ladeverluste nicht, je nach Modell 10 bis 25 Prozent. Im Tankbuch von TrackTool wählst du dafür Strom und markierst diese Ladungen als „Vollgetankt“. Ab der zweiten erscheint der Verbrauch in kWh/100 km, die Kosten stehen unter Laden.
Wie rechne ich die Spritkosten pro Kilometer aus?
Zähl die Beträge aller Tankungen nach der letzten Volltankung zusammen, die nächste Volltankung eingeschlossen, und teile durch die Kilometer dazwischen. 73,50 Euro für 580 Kilometer sind 12,67 Euro je 100 Kilometer, also knapp 12,7 Cent je Kilometer. Das sind nur die Spritkosten. Versicherung, Steuer, Reifen und Werkstatt kommen für die Gesamtkosten noch dazu.
Ist das Tankbuch in TrackTool kostenlos?
Ja, das Eintragen von Hand ist in TrackTool Basis enthalten, für ein aktives Fahrzeug, in der iPhone-App und im Browser am Handy. Die Ansicht am Desktop gehört zu TrackTool Plus. Begrenzt ist außerdem das automatische Auslesen von Belegen: 3 Scans einmalig in Basis, 30 im Monat mit TrackTool Plus. Das Kontingent gilt für alle Belegarten zusammen.
Quellen
- ADAC: Verbrauch laut Bordcomputer: Exakt bis voll daneben, Stand 21.07.2020, abgerufen am 28.09.2026.
- ADAC: Wahrheiten und Märchen rund ums Tanken, Pressemitteilung vom 08.05.2015, abgerufen am 28.09.2026.
- TrackTool: Verbrauchsrechnung im Tankbuch der App (Volltank-Methode), Stand 28.09.2026.